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erkrankungen

Marburger Forum Zwangserkrankungen

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Wir fassen zusammen, wie Sie am schnellsten Hilfe erhalen können.

Über uns

Erfahren Sie mehr über die Organisation des Marburger Forums für Zwangserkrankungen.

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Hier erfahren Sie alles über anstehende Veranstatlungen und Kurse.

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Telefonnumern und Anschriften zu Ärzten und Praxen mit Schwerpunkt Zwangserkrankungen.

Die Zwangserkrankung

Eine Zwangserkrankung kann entweder als Zwangshandlung, als Zwangsgedanke oder als eine Kombination der beiden Untergruppen auftreten. Zwangshandlungen sind wiederholte Verhaltensweisen (z.B. Hände waschen, ordnen, kontrollieren) oder gedankliche Handlungen (z.B. beten, zählen, Wörter leise wiederholen), zu denen sich die Person als Reaktion auf einen Zwangsgedanken oder aufgrund von streng zu befolgenden, selbst auferlegten Regeln gezwungen fühlt.

Die Verhaltensweisen oder die gedanklichen Handlungen dienen dazu, Unbehagen zu verhindern oder zu reduzieren oder gefürchteten Ereignissen oder Situationen vorzubeugen; diese Verhaltensweisen oder gedanklichen Handlungen stehen jedoch in keinem realistischen Bezug zu dem, was der Betroffene damit zu neutralisieren oder zu verhindern versucht, oder sie sind deutlich übertrieben. Zwangsgedanken wiederum sind wiederkehrende und anhaltende Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die zeitweise während der Störung als aufdringlich und unangemessen empfunden werden und die ausgeprägte Angst bzw. großes Unbehagen hervorrufen. Sie beziehen sich meist auf Inhalte wie Krankheit oder andere körperliche Beeinträchtigungen bzw. Veränderungen, Zweifel, Aggression, Sexualität, Religiosität und Schuldgefühle. (siehe Röttgers et al., 2015)

Informationen

Eine Zwangserkrankung kann sein:  

→ eine Zwangshandlung (etwas immer wieder tun)

→ ein Zwangsgedanke (etwas immer wieder denken)

→ beide Formen zusammen (etwas immer wieder tun und denken).

Wer unter Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken leidet, hat das Gefühl, etwas immer wieder tun zu müssen. Oder immer an etwas denken zu müssen.

Zwangshandlungen können sein: Hände waschen, Sachen ordnen und kontrollieren

Zwangsgedanken können sein: Wörter wiederholen, zählen, beten.

Menschen machen diese Handlungen oder haben diese Gedanken, weil sie möchten, dass bestimmte Dinge nicht passieren. Die wiederholten Handlungen sind aber oft stark übertrieben. Sie helfen nicht weiter. Auch die ständigen Gedanken und Vorstellungen zu bestimmten Themen helfen nicht. Sie machen Angst. Diese Gedanken haben oft mit Krankheit, Sexualität, Veränderungen oder Schuldgefühlen zu tun.

Informationen für Betroffene

Im Fernsehen und im Internet gibt es viele Informationen zu Zwangserkrankungen. Trotzdem sind viele Menschen unsicher. Es kann lange dauern, die Erkrankung zu erkennen und richtig zu behandeln. Wir helfen Ihnen. Wir möchten, dass es Ihnen schnell wieder besser geht. Wir möchten, dass Sie die richtige Hilfe bekommen.

So  erreichen Sie uns

Vielen Menschen mit einer Zwangserkrankung tut es gut, mit anderen Erkrankten zu sprechen. Man spricht über Erfahrungen und Erlebnisse mit der Erkrankung. Das kann helfen, die Krankheit besser zu verstehen. Man fühlt sich auch nicht mehr so allein. Man kann sich gegenseitig unterstützen. Solch ein Gespräch mit anderen bietet der Trialog Zwangserkrankungen.

Trotz vieler Informationen in Funk, Fernsehen und Internet sind viele Betroffene unsicher, was für eine Erkrankung sie haben. Oft ist es ein langer Weg bis zur richtigen Diagnose und zur richtigen Behandlung. Das Ziel ist, diesen Weg erheblich abzukürzen, wobei wir Ihnen gerne helfen möchten.

Es gibt folgende Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit uns:

Nehmen Sie unsere Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige wahr:

Für viele Betroffene ist es eine enorme Entlastung, wenn sie sich mit anderen Erkrankten über ihre Erfahrungen austauschen können. Sie erleben hier gegenseitigen Beistand und Motivationsaufbau und profitieren von den Erfahrungen anderer. Ein solcher Austausch kann zur Akzeptanz der Erkrankung und der erschwerten Lebenssituation beitragen und wirkt sozialer Isolation entgegen. Eine solche Möglichkeit bietet der Trialog Zwangserkrankungen.

Der Lebensalltag von Zwangserkrankten im häuslichen Umfeld ist meist massiv belastet und
bleibt selten auf die Betroffenen selber beschränkt. Zum einen nehmen Angehörige das Leid
der Erkrankten direkt wahr, zum anderen werden sie oft stark in die Zwangserkrankung
einbezogen, in dem sie z. B. die „Regeln“ eines Erkrankten mit Waschzwang auch befolgen
müssen, damit dieser den Alltag bewältigen kann. Dies wirkt sich häufig auch auf die Familie aus. Hieraus können tiefe Verunsicherung und Hilflosigkeit entstehen, ein Austausch zwischen mehreren Betroffenen und Angehörigen kann diese Unsicherheiten zunächst einmal benennen und dann versuchen, einen erfolgreichen Umgang damit zu finden.

Angehörige können manchmal auch selbst therapiebedürftig sein oder eine Psychotherapie in betracht ziehen und können auch in diesem Fall die Kontaktmöglichkeit des Marburger Forums Zwangserkrankungen nutzen.

Für Angehörige gibt es folgende Hilfsangebote:

Nehmen Sie unsere Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige wahr:

Eine spezialisierte Behandlung der Zwangserkrankung ist eine notwendige Voraussetzung der Versorgung. Es ist hier unerlässlich, die praktizierenden Therapeuten im stationären wie auch im ambulanten Setting entsprechend zu informieren, auszubilden und zu unterstützen. Hier reicht es in der Regel leider nicht, eine generelle Psychotherapieausbildung, wie z.B. eine Verhaltenstherapie-Ausbildung, zu absolvieren. Nach eigener Erfahrung zeigt sich, dass die Zwangserkrankung, obwohl sie eine sehr weit verbreitete psychische Erkrankung darstellt, in den Curricula der Ausbildungsinstitute und Weiterbildungskliniken oft nur wenig eigenständige Beachtung findet. Unseres Erachtens nach sehen sich viele psychologische und ärztliche Psychotherapeuten daher selbst nach Abschluss einer fundierten Psychotherapieausbildung nicht ausreichend in der Lage, einen Patienten mit Zwangserkrankung zu behandeln. Eine vertiefende störungsspezifische Weiterbildung scheint hier also dringend notwendig, um Unsicherheiten abzubauen und die adäquate psychotherapeutische Versorgung von Zwangspatienten zu gewährleisten. Unsere Angebote für Behandler:

  1. Haben Sie Supervisions- oder Intervisionsbedarf bezüglich Patienten mit Zwangserkrankungen, so kommen Sie zu einem unserer Therapeutenzirkel.
  2. Erfahren Sie mehr über Fort- und Weiterbildungsangebote zum Thema Zwangserkrankungen

Veranstaltungen

Aufgrund der Einschränkungen rund um das Corona-Virus, findet der Trialog in Form einer Videokonferenz statt. Für weitere Infos, wenden Sie sich an info@hans-onno-roettgers.de 

Trialog Zwangserkrankungen

Jeder 2. Mittwoch nach Quartalsbeginn von 18:00-20:00 Uhr.

Kontaktmöglichkeit: info@hans-onno-roettgers.de

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Der Trialog ist eine öffentliche Diskussionsveranstaltung. Er ist aus einer mehrjährigen Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe Mittelhessen der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen entstanden. Im Umgang mit der Zwangsstörung haben Betroffene, Angehörige und Experten unterschiedliche Rollen und Herausforderungen: Betroffenen wissen selbst am besten, was es heißt, mit einer Zwangserkrankung leben zu müssen. Sie haben oft Therapieerfahrungen, positive wie negative, und müssen sich einer Therapieform stellen, die ihnen viel abverlangt.

Angehörige erleben, wie sehr die Erkrankung Menschen belasten und verändern kann. Sie können die Störung kaum nachvollziehen, möchten dennoch helfen und werden dabei oft selbst massiv überfordert.

Therapeuten müssen die Gratwanderung schaffen, ihre Patienten zu motivieren, ohne sie zu überfordern. Außerdem werden aufgrund des Leidensdrucks hohe Erwartungen an sie gestellt.
Der Trialog soll hier eine Kommunikationsplattform bieten, die all diese Lebensrealitäten anerkennt, zusammenbringt und einen Austausch über das Leben mit dem Zwang aus den verschiedenen Perspektiven ermöglicht.

Ziel ist dabei die Erweiterung des Erfahrungsschatzes und die Enttabuisierung der Zwänge.
Betroffene finden hier eine Austauschmöglichkeit und können außerdem versuchen, ihren oder anderen Angehörigen und auch Therapeuten das Leben mit einer Zwangsstörung nahe zu bringen.

Angehörige können in diesem Austausch ein besseres Verständnis für das Erleben von Zwangserkrankten erlangen und haben auch die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen zu stellen, falls ihr betroffener Angehöriger selbst noch nicht bereit ist, sich professionelle Hilfe zu suchen oder auch ein solches Gesprächs-Angebot anzunehmen.

Für Experten bietet der Trialog die Gelegenheit außerhalb des Therapiesettings einen umfangreichen Einblick in das Leben und die Belastungen von Zwangserkrankten und deren Angehörigen zu bekommen.

Über Uns

Das Marburger Forum Zwangserkrankungen ist ein Modellprojekt zur Verbesserung der Versorgungssituation von Zwangspatienten und deren Angehörigen. Obwohl sich die Behandlungsmöglichkeiten der Zwangserkrankung in den letzten Jahren durch psychotherapeutische und pharmakologische Behandlungsstrategien deutlich verbessert haben, ist die Versorgung dieser Patienten oft noch unzureichend.

Das Marburger Forum Zwangserkrankungen als ein interdisziplinäres Netzwerk bietet durch verschiedene Angebote für Behandler, Betroffene und Angehörige eine verbesserte Vernetzung zwischen den stationären sowie ambulanten Behandlungsbereichen. Des Weiteren wird ein vielfältiges Fort- und Weiterbildungsangebot und eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. Insgesamt wird so ein breit gefächerter Ansatz zur Verbesserung der aktuellen Versorgungssituation von Menschen mit einer Zwangserkrankung und deren Angehörigen ermöglicht (siehe Röttgers et al., 2015).

Dr. Hans Onno Röttgers

Vorsitzender

Dr. Hans Onno Röttgers, Leitender Psychologe der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg, Leiter der Station für Angst- und Zwangserkrankungen

Dr. Miriam Andrä-Welker

2.Vorsitzende

Dr. Miriam Andrä-Welker, Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Dozentin für Psychologie an der Hephata Akademie für soziale Berufe, Erfahrung in der Behandlung von Zwangserkrankungen im den Bereichen Psychiatrie, Psychosomatik und im ambulanten Setting, Spezialgebiet: Zwänge bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen

psychotherapie-wetter.de

M.Sc.- Psych. René Herbstreit

Schatzmeister

Tätig als Bezugstherapeut im MediClin Reha-Zentrum am Hahnberg und in der Ambulanz der AWKV Marburg

Dipl.-Psych. Peter Düsel

Beisitzer

Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis

Spenden- und Mitgliedsbeitragskonto

Marburger Forum Zwangserkrankungen e. V.

Bank: Sparkasse Marburg-Biedenkopf

IBAN: DE72 5335 0000 0000 1021 72

BIC:HELADEF1MAR

Kontakt

Links

Psychosoziale Angebote

PSKB Marburg
Biegenstr.7
35037 Marburg
Telefon 06421/17699-34
Ansprechpartnerin: Roswitha Kersting
E-Mail: pskb@bi-sozialpsychiatrie.de
www.bi-marburg.de

PSKB Biedenkopf
Marktplatz 2
35216 Biedenkopf
Telefon 06461/9524-0
Ansprechpartner: Ortwin Schäfer,
E-Mail: der-treff@bi-sozialpsychiatrie.de
www.bi-marburg.de

Soziale Hilfe Marburg e.V.
Molkereistr. 6
35039 Marburg
Tel. 06421/9480927
Ansprechpartnerin: Barbara Höfler
E-mail: BHA@soziale-hilfe-marburg.de

Auf die Behandlung von Zwangserkrankungen spezialisierte Therapeuten

Achim Mayer
Universitätsstraße 33
35037 Marburg
Tel.: 06421-1681100

Marion Hündersen
Universitätsstr. 52
35037 Marburg
Tel.: 06421/61211
Email: dhoess@yahoo.de
Email: huendersen@web.de

Silke Thomsen
Frankfurter Str. 6
35037 Marburg
Tel: 06421/2027817
Email: thomsen.praxis@gmx.de

Dr. Miriam Andrä-Welker
Im Ketzergrund 24
35083 Wetter
Tel.: 06423/51903
www.psychotherapie-wetter.de

Ruth Ganzevoort 
Harthbergring 8
34613 Schwalmstadt/Treysa
Tel.: 06691/9686021
Email: ruth.ganzevoort@web.de

Dr. Sigrid Kühl
Marktstraße 28
35315 Homberg/Ohm
Tel: 06633-3959412
Email: praxis@psychotherapie-homberg.de

Constanze Trilk
Universitätstr. 62
35037 Marburg
Tel.: 0176-56886446
Email: trilk-psychotherapie@gmx.de

Christina Albohn-Kühne
Rollwiesenweg 12
35039 Marburg
Tel.: 06421 6509517